Römisches Museum

Die Maternuskapelle ist wieder sichtbar!

Der Grundriss der Maternuskapelle von oben, Foto: Birte Hauke

Hundert Jahre lang schlummerten die Fundamente der Maternuskapelle im Innenhof von Haus Bürgel unter der Erde, nachdem die Kapellen-Ruine im Jahre 1916 abgebrochen wurde. Der Trägerverein des Römischen Museums - die Interessengemeinschaft Urdenbacher Kämpe – Haus Bürgel e. V. – hat sie mit Unterstützung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung nun wieder sichtbar gemacht.

Erinnerungen und alte Fotos ließen schon lange vermuten, dass im Innenhof von Haus Bürgel noch Überreste der ehemaligen Pfarrkirche von Zons verborgen liegen. Im Jahre 2014 entschieden sich die IG Urdenbacher Kämpe – Haus Bürgel e. V. und das LVR-Amt für Bodendenkmapflege im Rheinland, den Vermutungen mittels archäologischen Grabungsschnitten auf den Grund zu gehen.

Neben einem fast lückenlos erhaltenen Kapellengrundriss fanden die Archäologen weitere spannende Details wie die Fundamente des Altars und eines Taufbeckens sowie einen römischen Weihestein. Dieser war in Drittverwendung als Eckverstärkung in der Nordwestecke der Kapelle verbaut und wird derzeit im LVR-LandesMuseum in Bonn gelagert.

Für das Römische Museum Haus Bürgel war schnell klar, dass man den Besuchern diese bedeutenden Funde nicht vorenthalten möchte. Um dem Besucher die Lage und Größe des Kirchenbaus zu veranschaulichen und gleichzeitig das Bodendenkmal zu schützen, entschloss man sich für die Visualisierung des Kapellenfundaments durch eine Natursteinpflasterung.

Diese wurde mit Fördermitteln aus der Regionalen Kulturförderung des Landschaftsverbands Rheinland sowie der Nordrhein-Westfalen-Stiftung finanziert und ist seit dem 17. August 2016 im Innenhof von Haus Bürgel zu besichtigen.

Interessierte können die Visualisierung der Maternuskapelle während der Öffnungszeiten des Römischen Museums besichtigen.


Nachbau eines Römischen Prahm fertiggestellt

Ehrenamtler der Interessengemeinschaft Urdenbacher Kämpe - Haus Bürgel e. V. haben in einem mehrmonatigen Projekt eine römische Prahm im Maßstab 1:20 nachgebaut, die ab sofort im Raum 8 des Römischen Museums zu besichtigen ist.

Der Prahm, ein Plattbodenschiff für Binnengewässer, war in römischer Zeit ein wichtiges Transportmittel, besonders für große und sperrige Lasten. Durch ihren geringen Tiefgang von nicht einmal 50 cm war es in der Lage auf nahezu allen Gewässern zu fahren. Auch der größte Teil der Steine für das Kastell Bürgel wurde mit solchen Plattbodenschiffen aus dem Gebiet des Mittelrheins, der Eifel und dem Siebengebirge abtransportiert.

Das Original, wie es einige Dutzende auf dem Rhein gab, hatte eine Länge von 120 „pedes drusiani“(= 33,5 cm), also 40,20 m und eine Breite von 21 „pedes drusiani“, also 7,04 m. Diese Prahme konnten eine Fracht bis zu 100 Tonnen aufnehmen.


Das Rätsel um den gefundenen Weihestein ist gelöst!

Foto: Jürgen Vogel / LVR-LandesMuseum Bonn

Der bei der Ausgrabung des Fundaments der ehemaligen Maternuskapelle im Hof von Haus Bürgel gefundene Weihestein hat sein Geheimnis preis gegeben. Bei der Grabung im Jahr 2014 hat man nebst Fundament der Kapelle das Taufstein- und Altarfundament sowie einen sekundär verwendeten römischen Weihestein gefunden, der auf seinen Schmalseiten die Abbildung eines Füllhorns und auf der Schauseite eine Inschrift trägt.

 

Um die Inschrift zu entziffern wurde der Stein zu dem LVR – Amt für Bodendenkmalpflege in Bonn gebracht. Das als Eckverstärkung an der Nordostecke vermauerte Stück ist, wie die Inschrift verrät, den Matronen, den einheimischen Muttergottheiten geweiht. Auf den Schmalseiten sind Füllhörner dargestellt.

 

  • Die Inschrift lautet:

    MATRON[is]
    ALAGABIABU[s]
    C(aius) ▪SATURNINI|[u]
    S ▪ MATERNUS
    PROSE ▪ ET ▪ SUIS
    V(otum) ▪ S(olvit) ▪ L(ibens) ▪ M(erito)

  • Übersetzt

    Den Alagabischen Matronen (geweiht)!
    Caius Saturninius Maternus hat für sich und die Seinen (diesen Altar gestiftet).
    Das Gelübde hat er gerne und gebührend eingelöst!


Nachbau einer Römischen Feuerstelle (Kochherd)

Um zu verdeutlichen wo und wie die Römer ihr Essen zubereitet haben sind wir diesen Weg gegangen. Als erstes Objekt bemühten wir uns um unseren schönen Backofen. Aber was ist schon ein Backofen ohne Mehl. Folglich sorgten wir für um eine authentische Mühle. Aber der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein. So kamen wir zu der Ansicht, daß auch noch ein Kochherd zur Ergänzung nicht fehlen dürfte. So entstand der Plan zu diesem Objekt. Die Materialien wurden erstanden und der Bau wurde begonnen.

Sehen Sie an Hand der Fotos wie die Feuerstelle langsam ihrer Vollendung entgegen ging.

 

Meldung vom 01. Juli 2015


Rekonstruktion einer Römischen Mühle!

Aufgrund des in 2013 gelungenen Nachbaus des Römischen Backofens der seinen Dienst bei Veranstaltungen mit großem Erfolg unter Beweis gestellt hat, fehlte nur noch eine Mühle, wie sie in Römischen Bäckereien zu finden waren.

Nach mühevollen Recherchen konnte wir in Süddeutschland einen antiken Mühlenkörper, bestehend aus dem statischen Bodenstein und dem sich drehenden Läuferstein finden und erwerben.

Diese Mühle ist nahezu Baugleich wie sie im Römischen Reich Verwendung fanden und an verschiedenen Orten ausgegraben wurden.

Eine Ähnliche Mühle wurde auch in Augusta Raurica dem heutigen Augst in der Schweiz ausgegraben und befindet sich dort im Museum, wo sie auch heute noch bei Demonstrationen ihren Dienst tut. Die Mühlen wurde im Altertum von Sklaven, Kinder oder auch Esel angetrieben.

Das Alter der Mühle können wir leider nicht exakt bestimmen, da sich nicht nachvollziehen lässt in welchem Jahrhundert der Mühlenkörper

aus dem roten Sandstein geschlagen wurde.

Das Römische Museum „Haus Bürgel“ schätzt sich glücklich diese Mühle jetzt zu besitzen, den nun können Kinder die uns mit Schulen besuchen selbst Hand anlegen und die Körner zu Mehl mahlen.

 

Meldung vom 16. Mai 2015


Kurzinfo: „Weihestein gefunden“

 

Bei der Grabung im Innenhof des ehemaligen Römerkastells Haus Bürgel wurden wie erwartet die Fundamente der Maternuskapelle gefunden. Die Maternuskapelle war die erste Pfarrkirche von Zons und geweiht auf den Namen des ersten Bischofs von Köln (Maternus).

Bei der Grabung hat man nebst dem Fundament der Kapelle das Taufstein- und das Altarfundament sowie einen sekundär verwendeten römischen Weihestein gefunden, der auf seinen Schmalseiten die Abbildung eines Füllhorns und auf der Schauseite eine Inschrift trägt, die noch zur Entzifferung aussteht. Sicher lesbar ist jedoch de Name „Maternus.“

 

Meldung vom 02. Juli 2014


Adresse

Römisches Museum Haus Bürgel

Urdenbacher Weg 1

40789 Monheim am Rhein

[intern]Anreise

Postanschrift

Interessengemeinschaft Urdenbacher Kämpe – Haus Bürgel e. V.
c/o Stadt Monheim am Rhein
Rathausplatz 2
40789 Monheim am Rhein

Öffnungszeiten

Samstags, sonntags und feiertags von
10.00 bis 18.00 Uhr
.

Winterpause vom 01.12. - 31.01.

Führungen jederzeit auf Anfrage möglich.

Eintrittspreise

Erwachsene 3,00 Euro

Schüler und Studenten 1,50 Euro

Kinder bis 10 Jahre (in Begleitung Erwachsener) und Mitglieder des Fördervereins der NRW-Stiftung haben freien Eintritt!

Führungen

Offene Führungen:

Jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr.

Teilnahme 4,00 Euro für Erwachsene und 2,00 Euro für Schüler / Studenten inkl. Eintritt.


Gruppenführungen:

Termine nach Vereinbarung, Dauer 1 Stunde.

40,00 Euro pro Gruppe (max. 25 Personen) zzgl. Eintrittsgeld.

[intern]Führung anmelden

Schulklassen und Kindergruppen

Haus Bürgel ist ein idealer Ort für Kinder und Schulklassen, um eine Zeitreise ins römische Rheinland zu unternehmen. [intern]Hier finden Sie unsere Angebote.

Hinweise für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte

Der Weg zum Museum führt über eine Außentreppe mit hohen Stufen. Im Museum sind die Treppen sehr schmal.

Haus Bürgel - ein Haus der: